Die Reise beginnt wie immer in Brandenburg, führt uns quer durch Dänemark und mit der Smyril Line (Norröna) hinein in den Nordatlantik. Zwei Tage auf der Fähre, 10 Tage auf den Färöer-Inseln – und dann vier Wochen Island erkunden
Woche 1 13.08.2026-16.08.2026
Woche 1 13.08.2026-16.08.2026
Tag 1 (13.08.2026)
| 🗺️ | Borgsdorf – zwischen Trittau u. Grönwohld |
| 🛣️ | 245 km (125438 – 125683) |
| 🌡️ | 27 °C sonnig mit atemberaubendem Abendorange |
| 🚐 | Parkplatz Kleingartenverein |
wir sind unterwegs, endlich! Später, als wir eigentlich los wollten, aber wie es immer so ist. Es wurde 19:00 Uhr.
Dazu gibt es aber auch eine Vorgeschichte, denn bis gestern Nachmittag war noch nicht einmal klar, ob wir heute überhaupt schon fahren können.
Der TÜV ist abgelaufen, kein Problem. Montag mal schnell zur Dekra und dann ist die Sache erledigt, dachte ich zumindest.
Aussage des Prüfers: „tolles Auto, ganz gut in Schuss nur der linke Schwingungsdämpfer ölt.“
Was ölt? Der Schwingungsdämpfer! Was ist ein Schwingungsdämpfer?? Na man kann ihn auch Stoßdämpfer nennen, aha.
Nun ging es los: den richtigen Stoßdämpfer rausuchen, bestellen und dann sehen, ob man ihn selbst getauscht bekommt. Ich hatte schon so eine Ahnung: ich bin nach der Arbeit in unserer Werkstatt des Vertrauens vorbei gefahren und habe vorsichtig angefragt. Stoßdämpfer, Einbauen (gleich), Urlaub?? → wir sind ausgebucht bis in den September! Aber sie fingen schon an zu suchen, wo sie uns zwischenschieben können, wenn ich es nicht alleine schaffe.
Aussage der Werkstatt, wir bekommen das hin, dass Sie in den Urlaub fahren können.
Ich habe es natürlich nicht alleine geschafft. Dementsprechend ist Theres am nächsten Tag in die Werkstatt gefahren und musste nicht viel sagen, kurze Antwort, heute um 16:30. Ich habe dann gemeinsam mit dem Chef, Meister Abel, die Stossdämpfer gewechselt. Nach einer halben Stunde war alles erledigt und er wollte noch nicht einmal etwas dafür haben. Ich war sprachlos! Am gleichen Abend noch bei der Dekra vorbei und die neue Plakette klebt am Nummernschild. Wir sind glücklich!
Dann wurde heute noch ein bisschen gepackt, Loulu, Marco und Ida kamen vorbei, dann noch Philipp, um uns zu verabschieden und mir eine Angel von allen Kindern zum Geburtstag zu überreichen. Nun fährt auch eine Angel bei uns mit, wie cool ist das denn!
So, das reicht für heute, mehr ist nicht passiert, wichtig ist, dass wir unterwegs sind.
Einen schönen ruhigen Platz haben wir auch, auf einem Parkplatz einer Kleingartenanlage. Dort steht zwar „widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt“ Zum Glück steht nirgends, was hier widerrechtlich ist. Wir lassen uns überraschen.

Tag 2 (14.08.026)
| 🗺️ | zwischen Trittau u. Grönwohld (Parkplatz Kleingartenverein) nach Norlev Strand (15 km vor Hirtshals) |
| 🛣️ | 533 km (125683 – 126216) |
| 🌡️ | 32 °C sonnig, zum Abend hin bewölkt, kein Sonnenuntergang über dem Meer ;-( |
| 🚐 | Norlev Strand (15 km vor Hirtshals) |
Heute gibt es nicht allzu viel zu berichten außer „fahrn, fahrn,fahrn auf der Autobahn. Heute früh viel uns auf, dass wir unsere tollen „Emsa“ Teebecher zu Hause gelassen haben. Das geht natürlich überhaupt nicht. Also kurz in Flensburg abgebogen und bei XXL Lutz nach neuen geschaut. Ach, und eine Thermoskanne hatte ja auch so eine tolle Farbe…moosgrün metallic
Ja und ich habe endlich ein Paar sehr gut passende flache Wanderschuhe. Ansonsten haben wir den späten Nachmittag bei warmem sonnigen Wetter am Strand genossen. Natürlich stand unser Camper neben uns. Das ist in Deutschland glaube ich nur in Sankt Peter Ording möglich. Abends muss der Strand wieder geräumt werden, aber gleich daneben ist ein Parkplatz, ich hoffe, der wird nicht geräumt. Morgen geht es dann auf die Fähre. Da wir doch etwa 31h mit ihr fahren, werden wir morgen Vormittag die Zeit nutzen, unsere Rücksäcke zu packen. Wir sind gespannt.



Tag 3 (15.08.2026)
| 🗺️ | Norlev Strand (15 km vor Hirtshals) nach Hirtshals Smyril Fähre |
| 🛣️ | 37 km (126216 – 126253) |
| 🌡️ | 23 °C morgens wolkig, zum Nachmittag hin sonnig |
| 🚐 | Smyril Fähre |
Was für eine ruhige Nacht, ganz nach Theres`s Geschmack! Das rauschen der Wellen und keine weiteren Camper neben uns. Am Strand konnten und wollten wir nicht bleiben. Aber vor dem Strand war ein Parkplatz und keine Verbotsschilder. Ein Abend mit Sonne und Wärme und das im nördlichsten Winkel von Dänemark.
Der Tag begann mit einem Wellenbad in der Nordsee, anschließendem Frühstück mit tollem Blick. Danach hieß es packen für die Fähre, Klamotten und zusätzliche Verpflegung.
Jetzt sind wir bereits 7h auf dem Wasser.
Überpünktlich um 15:30 legte die Fähre bei herrlichem Sonnenschein ab. Kaum fuhren wir los, drehte die Zeit rückwärts. Also eine Stunde abziehen und dadurch eine Stunde länger auf der Fähre.
Wir bezogen unsere Kabine, natürliche eine Außenkabine mit großem Fenster. Cooler Ausblick, dann ab auf Deck 10 zur Laterna Magica einen Platz am Fenster ergattern, das Ablegen abwarten, Kaffee bestellen und genießen.
Dann ging es auch raus aufs Deck, es war nicht kalt, aber echt windig. Meine Mütze aus Chile ist mir tatsächlich vom Kopf geflogen. Wir fuhren ganz dicht an Norwegens Küste entlang. Wir hatten wirklich lange Sonne in Richtung Westen, trotzdem wurde es kein Sonnenuntergang. Na hoffentlich war das nicht die letzte Sonne, die wir die nächsten Wochen gesehen haben.
Am Abend zog noch ein Wal in einiger Entfernung an uns vorbei. Wir konnten seine Fontane und den Rücken sehen.













Tag 4 (16.08.2026)
| 🗺️ | Hirtshals Smyril Fähre nach Thorshavn (Tankstelle) |
| 🛣️ | 3 km (126253 -126256) |
| 🌡️ | bis 20 °C bewölkt, zum Abend auf der Fähre leichter Niesel |
| 🚐 | Thorshavn (Tankstelle) |
wir haben uns mal wieder überfuttert, natürlich, denn ein bezahltes Frühstücks-Buffet lässt man nicht einfach stehen. Es sah ja alles sehr lecker aus und wer weiß, wann wir das nächste mal etwas zu essen bekommen. Bis 17:00 Uhr ist eine lange Zeit. Das Schlafen in der Kabine war angenehmer als gedacht. Das leichte Brummen und die Bewegung des Schiffes haben uns in den Schlaf geschaukelt. Leider wirklich etwas spät, da wir uns von den Filmen in ZDF Neo nicht lösen konnten. Dafür konnten wir das ja nach dem Frühstück nachholen. Obwohl immer wieder eine kleine Unterbrechung war, denn irgendwann mussten wir doch an den Shetlandinseln vorbei fahren und das wollten wir natürlich nicht verpassen. Das war dann gegen Mittag. Wir haben es dann noch lange auf Deck ausgehalten bis dann doch wieder der Bettzipfel rief.
Achja, Abendbuffet hatten wir ja auch noch gebucht! Also unsere Empfehlung: ein Essen am Tag hätte völlig ausgereicht. Aber was für ein Buffet!!!!! Von rosa Rind, über Kaisergarnelen, Trockenfisch, Torte, Erdbeeren….. es war alles da, viel zu viel.
Gegen 21:00 waren wir im Bereich des Färörer Mobilfunkbereichs, der uns dann mitteilte, dass sie nicht in der EU sind und dementsprechend höhere Gebühren bei 1und1 anfallen. Ok, erst einmal kein Internet.
Pünktlich um 22:30 legte die Fähre am Hafen an und eine knappe Stunde später konnten dann auch wir die Fähre mit unserem Camper verlassen.
Wir sind auf den Färöern! So eine richtige Begeisterung kommt irgendwie nicht auf. Es ist spät, die ständigen Ermahnungen nicht außerhalb von Campingplätzen zu stehen wirken auch bei uns. Also zum eingewöhnen und um das Platzsuchen zu vermeiden, fahren wir den nächsten Campingplatz an. Wie zu erwarten, wegen Überfüllung geschlossen. Toller Start, wohin? Durch die Stadt irren? Ich hatte davor gelesen, das viele ein paar Stunden an der Tankstelle standen. Dort haben wir freundlich gefragt und nun stehen wir hier und planen die nächsten Schritte.
1. Mobilfunknetz
2. Morgen Tornhavn oder weiterfahren
3. was sind die nächsten Ziele.
Schauen wir mal wie es weiter geht.






Woche 2 17.08.2026-23.08.2026
Woche 2 17.08.2026-23.08.2026
Tag 5 (17.08.2026)
| 🗺️ | Torshavn (Tankstelle) nach Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
| 🛣️ | 33 km (126256 – 126289) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C bewölkt und nieselig |
| 🚐 | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
Eine angenehme ruhige Nacht liegt hinter uns. Es war zwar ab und zu noch Verkehr auf der Straße, aber zwischendurch eine Ruhe, unglaublich.
Auf ein ausgiebiges Frühstück haben wir auf Grund des gestrigen Abendessens entfallen lassen. Die Tagesplanung war für uns auch klar. Gas (kommt mir irgendwie bekannt vor), ein Sim-Karte für die Färöer und dann natürlich Stadtbesichtigung.
Gasflaschen gibt es an der Tankstelle, hatten wir gelesen, an welcher, stand da nicht. Doch wir waren erfolgreich bei unserer Suche, allerdings sahen meine gekauften Adapter nicht so aus, als würden sie mit der Gasflasche eine Verbindung aufnehmen wollen. Aber auch dieses Problem war durch die Hilfe des Gasflaschenlieferanten schnell gelöst. Wir sind jetzt gut versorgt.
Thema Mobilfunk konnten wir im nahegelegenen Krankenhaus klären. Nein, uns geht es gut, aber wir mussten aufs Klo und da dort für unseren Camper ein toller Parkplatz war, nutzten wir die Gelegenheit. Das Krankenhaus bot ein freies WLAN an und nun hat Theres parallel zu ihrer SIM-Karte eine eSIM.
Die Stadtbesichtigung konnte beginnen. Es ging entlang des Hafens mit Werft über Tinganes (Parlamentsgebäude) in die Altstadt von Torshavn. Dann weiter in die Einkaufsmeile und über den Hafen zurück. Es reichte! Obwohl wir am Krankenhaus einen tollen Blick über das Meer hatten, war es noch ein bisschen zu früh, um dort stehen zu bleiben. Also noch nach Hoyiksgardur in das Freiluftmuseum über das historische Leben der Färöer.
Wenn wir schon dort sind, dann können wir auch noch nach Nordradalur und uns die Haarnadelkurven anschauen, die 300m bergab in den abgelegenen Ort führen. Logisch, dass wir die auch fahren mussten, nein, dass RALF die fahren musste! Als wir wieder oben waren, konnten wir riechen, dass die Bremsen echt was zu tun hatten. Mir hat es Spaß gemacht und Theres für die Fotos auch.
Es wurde Zeit für ein Plätzchen. Wir stehen oberhalb der Kurven, nicht unbedingt versteckt aber schauen wir mal. Eine Kamera ist auch in der Nähe.






























Tag 6 (1808.2026)
| 🗺️ | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) nach Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
| 🛣️ | 93 km (126289 – 126382) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C bewölkt und nieslig |
| 🚐 | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
An das Wetter müssen wir uns wohl erst einmal gewöhnen. Es ist etwas anderes, zu lesen wie das Wetter auf den Färöern ist, als wenn man es dann täglich spürt. Naja, wir sind ja erst zwei Tage auf der Insel.
Trotz Kamera wurden wir nicht belästigt und hatten eine herrlich ruhige Nacht. Unruhig wurde es erst, als die ersten Touristen für ein Foto kamen. Heute ging es nach Tjornuvik an den Surfer-Strand, über den Fossa-Wasserfall (Empfehlung ist, den Wasserfall von der Insel Eysturoy zu fotografieren, ein viel schöneres Bild) und nach Saksun ins Freilichtmuseum Duvugardar. Dort gibt es auch eine Wanderung an den Atlantik-Strand, der allerdings nur bei Ebbe erreichbar ist. Wir hatten Glück, es war Ebbe. Toller weicher dunkler Sand.
Landschaftlich ist es hier definitiv etwas besonders, ein saftiges Grün der Wiesen, weiche Bergrücken. Das Wasser läuft überall der Berg hinunter, wunderschön.
Kleine einfache Häuser, gemütlich eingerichtet. Bei uns würden sie durch jedes GEG-Gesetz fallen. Es geht also auch anders. Und trotzdem fehlt uns etwas, wir können es aber noch nicht bestimmen.
Eigentlich wollten wir noch bis Vestmanna, aber an der ehemaligen Walfangstation hat es uns auch gut gefallen. Also sind wir hier stehen geblieben, haben uns die Gebäude und Geräte angeschaut und waren beeindruckt.
Wir sind jetzt schon zwei Tage unterwegs und fragen uns, wie andere innerhalb von drei Tagen die Inseln bereist haben können. Wir fragen uns, ob wir das in den 10 Tagen schaffen.
Noch etwas fällt uns auf. Wir fühlen uns ein bisschen an die Lofoten erinnert: Touristen ohne Ende und zu wenig Parkplätze.








































Tag 7 (19.08.2026)
| 🗺️ | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) nach Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
| 🛣️ | 71 km (126382 – 126453) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
Freistehen außerhalb von Campingplätzen ist auf den Färöern unter Strafe verboten. Aber anscheinend gilt hier das Prinzip leben und leben lassen. Wir haben uns alle 3 Plätze angeschaut, an denen wir in den letzten Tagen vorbei gekommen sind. Dauercamper ohne Ende und in der Regel an der Hauptstraße und für die Durchreisenden dann die restlichen Plätze. Wir konnten uns bisher noch nicht dafür entscheiden. So auch in der letzten Nacht an der ehemaligen Walstation. Gestern Abend standen wir alleine dort. Heute früh waren wir fast eingeparkt, aber es hat keinen gestört. Eingeparkt aber nur deshalb, weil wir uns längst und nicht quer zum Platz, wie alle anderen gestellt hatten. Das werden wir beim nächsten mal beachten.
Also, wieder eine ruhige Nacht, obwohl die Straße oberhalb etwas zu hören war.
Bevor es heute rüber auf die Insel Vagar ging, noch ein kurzer Abstecher nach Kvivik, dort gab es einen Wolleladen, der Theres magisch anzog und mit seinen Preisen gleichzeitig wieder abstieß. Wir sind hier halt in einem touristischen Gebiet.
Die beiden Inseln sind mit einem 5km langen Tunnel verbunden. An der tiefsten Stelle leuchtete der Tunnel in unterschiedlichsten Farben.
Heute ging es nach Vestmanna zum Hexen- oder Trollfrauenfinger. Auf der Tour dorthin kamen wir an einem tollen Strand vorbei. Es zuckte uns in den Gliedern, war uns aber dann doch zu kalt. Nach der kurzen Wanderung zum Trollfrauenfinger und der Besichtung der prächtigsten Kirche der Färöer, konnten wir nicht anders. Die Sonne kam immer wieder vor und das Wasser spiegelte sich so herrlich, wir mussten einfach rein. Es wurde ein kurzes Bad, aber es war gut.
In Vestmanna haben wir für Freitag noch eine Bootstour zu den Vogelklippen gebucht. Wir sind gespannt.
Weiter ging es nach Midvagur. Eigentlich wollten wir nur schauen, wie lange die Wanderung zum Bosdalafossur Wasserfall ist, um das für morgen einzuplanen. Aber das Wetter passte zu gut: Sonne, kein Wind, kein Regen. Hinzu kam noch, dass wir nach der Wanderung auch die Nacht hier verbringen können. Wie cool ist das denn, entspannt Wandern ohne sich Gedanken über die Weiterfahrt machen zu müssen.
Es wurde eine tolle dreistündige Wanderung mit viel Sonne, wunderschönen Blicken und Bildern. Was will man mehr. Wir stehen mit Blick auf den Hexenfinger, da hätte man sich ja glatt die Wanderung sparen können.
Morgen geht es dann weiter Richtung Gasadalur, dem nördlichsten Ort von Vagar. Achja, meine Papageintaucher werde ich wohl nicht sehen, zumindest nicht auf den Färöern.






























Tag 8 (20.08.2026)
| 🗺️ | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) nach Soltuvik |
| 🛣️ | 116 km (126453 – 126569) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig, zum Abend hin sonnig (mit Sonnenuntergang) |
| 🚐 | Soltuvik |
Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern ein Schaffell gekauft haben? Nun haben wir zwei!…Soo, doch sehr exklusive Unikate!!!
Nach einer entspannten Nacht auf dem Parkplatz, ging es heute weiter bis zum nördlichsten Ort der Insel, nach Gasadalur. Reiseführer sind eigentlich eine tolle Sache, aber wenn das Ergebnis dann Reisebusladungen von Touristen sind, ist es nicht mehr unsere Sache. Trotzdem, ein Spaziergang durch Bour bei leichtem Niesel und die Wanderung zum Wasserfall in Gasadalur, der sich 20m tief ins Meer stürzt, mussten wir uns trotzdem anschauen. Ein bisschen Bewegung tut ja auch gut.
Wir sind mit der Insel durch und haben noch Zeit bis morgen 14:30 Uhr zur Bootstour von Vestmanna aus. Kein Problem, dann fahren wir heute noch nach Sandoy und schauen uns diese Insel an. Hier nimmt die Zahl der Touristen merklich ab. So der Reiseführer, und gefühlt ist es auch so.
Aber erst einmal kamen wir ja noch an dem Schaffellladen von gestern vorbei und wir waren auch schon lange vorbei. Dann wurde es auf dem Beifahrerplatz unruhig! „Da war doch noch so ein schönes braunes Fell, meinst du nicht….“ Alles klar, wenden und zurück. So kam das zweite in unseren Camper und wird vermutlich nicht das Letzte gewesen sein.:-)… wir waren ja auch noch nicht in Island:-)
Die Insel Streymoy und Sandoy sind mit einem 11km langen Tunnel verbunden. Anders als im Tunnel zwischen Streymoy und Vagar, sind hier in den Ausweichbuchten Höhlenmalereien dargestellt und auf dem Kanal 88,5 kann man noch Musik hören. Sehr schön!
Eigentlich sollte es dann heute auch noch bis nach Dalur gehen und morgen rückwärts die interessanten Punkte anschauen. Doch dann ging doch tatsächlich eine schmale Straße Richtung Küste ab, mit der Option der Vogelbeobachtung. Könnten auch Papageintaucher dabei sein! Die Straße hatte es in sich, breiter hätten unsere Reifen nicht sein dürfen. Aber der Spott ebenfalls! Ein Platz am Meer Richtung Westen mit einem tollen Sonnenuntergang, was will man mehr. Hier bekommt uns keiner mehr weg. Hoffen wir mal!
Nachtrag: Und was für tolle Steine es hier gibt: soo gleichmässig flache runde, und auch abgeschliffenes Lavagestein. Da entstanden sofort neue Projekt-Ideen für die nächsten Märkte.

























Tag 9 (21.08.2026)
| 🗺️ | Soltuvik nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 169 km (126569 – 126738) |
| 🌡️ | 8°C bis 18°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
es hat uns natürlich keiner in unserer Ruhe gestört und trotzdem haben wir beide unruhig geschlafen. Vielleicht hing es mit dem Rückweg zusammen, der vor uns lag. Das letzte Stück hatten wir etwas tricky in Erinnerung. Aber Erinnerungen trügen und so ging es natürlich entspannt die schmale Straße zurück.
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass wir nicht nur Schaffelle, sondern auch Schafwolle einsammeln. So können 3 km schon mal doppelt so lang werden. Nicht nur von der Zeit, sondern auch von der Strecke. Na, mit der neuen Kupplung können wir ja auch wieder entspannt rückwärts fahren.
Bis 14:30 Uhr, für die Schiffstour, war ja fast noch ein ganzer Tag Zeit und der gestrige Entschluss die Insel Sandoy weiter zu erkunden, wurde umgesetzt. Eine tolle Insel, ganz nach unserem Geschmack. Kleine Fischerorte, weite Strände und Wellenrauschen und zudem noch Sonnenschein. Was will man mehr. Über Sandur ging es nach Skarvanes mit einer Straße, die der nach Soltuvik ähnelte. Am Ende erwartete uns ein fast verlassener Ort. Ideal, um endlich zu frühstücken. Weiter ging es über Husavik nach Dalur. Husavik ist nicht weiter erwähnenswert, aber Dalur und vor allem die Küstenstraße, wenn man nicht den Tunnel nimmt, einfach berauschend. Hätten wir nicht den Termin zur Bootstour in Vestmanna gehabt, wären wir hier spontan auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand geblieben.
Doch auch die Entscheidung zur Bootsfahrt passte. Wir hatten einen super Platz. Es ging in Richtung Atlantik in einige Grotten und Steinformationen, wie zum Beispiel einen Elefanten. Auch den Papageientaucher (Puffin) haben wir nun endlich gesehen. Vielleicht landet einer von ihnen neben unserem Iguazu (Tucan aus SA).
Theres hatte schwer zu tun, bei dem Wellengang gute Bilder einzufangen. Wir sind gespannt, wie die Bilder geworden sind.
Nun wollten wir wieder weg von dem Trubel und haben uns nach einer Stärkung durch eine Fischsuppe (Preis und Leistung gefielen Theres überhaupt nicht) über die einzige Bücke des Atlantiks rüber nach Eysturoy gemacht.
Es wird Zeit, einen Ruhetag einzulegen und dafür ist ein fester Platz gut. Den haben wir tatsächlich in Elduvik gefunden. Wir stehen hier direkt im Ort, direkt an der Küste, auf einem kostenfreien kleinen Campingplatz und hören die Brandung. Hier werden wir den morgigen Tag verbringen. Theres möchte ein bisschen filzen und ich werde die Einträge für unsere Webseite vorbereiten. Phil hat unsere Webseite für weitere Reisen angepasst und das ist echt cool. Großes Dankeschön!
Nachtrag: Theres hat tatsächlich ein paar Papageientaucher mit der Kamera einfangen können. Wie cool ist das denn. Danke meine Süße.




























Tag 10 (22.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 0 km (126738) |
| 🌡️ | 11°C bis 16°C bewölkt und immer mal Niesel |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
irgendwie dachte ich, es gibt heute nicht viel zu berichten. Aber so uninteressant war der Tag dann doch nicht. Zuerst mal wurde ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Mit Rührei, Speck, Zwiebeln und was noch so dazu gehört.
Nutzen wollten wir den Tag heute jeder für sich, doch bevor wir dazu kamen, war es schon fast Mittag. Das Frühstück hat halt zu lange gedauert.
Theres wollte sich heute um die gesammelte Wolle kümmern, auch etwas filzen, und ich wollte die Texte und Bilder für die Webseite fertig machen. Das hat auch ganz gut geklappt. Ich war natürlich früher fertig als Theres und konnte noch einen schönen Mittagsschlaf einlegen.
Dann fehlte mir die Bewegung, ich musste irgendwie noch los. Theres war ja noch gut beschäftigt.
Natürlich kann man auf den Färöern auch wirklich viel und gut wandern. In fast jedem Ort gibt es einen Infopoint mit entsprechenden Informationen. So auch hier. Auch der Schwierigkeitsgrad, Länge und Zeitaufwand stehen mit auf der Karte.
Von hier aus gibt es drei Wanderungen. Eine geht direkt von unserem Platz los und schien nicht lang zu sein, denn alle, die ich beobachtete, waren spätestens nach 20 min zurück. Das hört sich entspannt an. Also los!
Nach 10 min Wanderung wusste ich, warum alle wieder zurück kamen. Eine Informationstafel beschrieb die Strecke mit ca. 3 km und einer geschätzten Zeit von ca. 1 h in eine Richtung.
Die Tour war wirklich nur etwas für Schwindelfreie mit gutem Schuhwerk. Links ging es steil direkt ins Meer und rechts nach oben. Ein bisschen Schlamm, rutschige Steine und ein paar Eisenstangen zum Festhalten, was will man mehr!
Irgendwann musste ich mich dann zwischen Fotografieren oder Schafwolle sammeln entscheiden. Ich entschied mich für das Letztere, denn es gab zu viel und Theres freut sich.
Das Ziel war ein schöner Aussichtspunkt über das Meer, eigentlich hatte man den zu jedem Zeitpunkt. Aber was mich am meisten beeindruckte, war diese Stille, als es vom Meer weg ging. Kein Wind, kein Meeresrauschen, nur in der Ferne ein Wasserfall und das Blöken der Schafe.
Zurück am Camper hatte Theres ein bisschen geräumt, um die Wolle zu verstauen und etwas Platz im Camper zu schaffen. Wir habe beide den Tag genossen. Morgen geht es weiter, die Insel Eysturoy zu erkunden.
Nachtrag: Wir wissen jetzt wieder, warum wir nicht gerne auf Camping- oder Stellplätzen stehen. Man steht wie auf einem Parkplatz eng an eng und schaut sich nicht mal mit dem A… an. Dann steht man lieber gleich alleine.
Nachtrag T.: Heute ist bei uns tatsächlich der erste Tag, an welchem wir einmal nicht unterwegs sind, dass tut gut nach all den vorangegangenen Eindrücken. Ich habe den Großteil des Tages damit verbracht, die Wolle der hiesigen Schafe (gesammelt am Straßenrand und am Rande der Weiden) vom groben Schmutz zu befreien. Dies war sehr entschleunigend, wie man so neudeutsch sagt, und meditativ. Der Blick glitt über das Meer, die Brandung im Ohr…. Ein Traum. Ralf ist auch wirklich sehr geduldig mit mir und der Wolle und unterstützt mich beim Sammeln 🙂 Infolge des rauhen Inselwetters ist die Wolle extrem lanolinhaltig, wodurch meine Hände ganz fettig geworden sind, als ich sie reinigte. Es sieht im Camper inzwischen ein bisschen wie in meiner Werkstatt aus.













Tag 11 (23.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Gjogv, Eidi nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 97 km (126738 – 126835) |
| 🌡️ | 12°C bis 16°C bewölkt, wenig Sonne |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
die dritte Nacht in Elduvik, das war so nun wirklich nicht geplant, aber was soll es. Es ist ja nun wirklich nicht der schlechteste Ort.
Der Platz hatte sich über Nacht noch ganz schön gefüllt. Heute früh, als ich aus dem Fenster schaute, dachte ich, das gibt es doch nicht. Ein kleiner Nissan Micra mit einem Dachzelt. So wie Julian und Celine es haben. Kommen also noch mehr junge Leute auf diese Idee. Das musste natürlich mit einem Foto festgehalten werden.
Der Plan heute sah so aus, die Insel zu durchfahren und weiter zur nächsten Insel Bordoy. Die Insel Eysturoy ist die Insel mit den höchsten Bergen. Also ging es heute natürlich serpentinenmäßig quer über die Insel in die o.g. Orte. Nein, es gibt nichts besonderes darüber zu berichten. Wir würden sie mehr als Touristenorte mit vielen Ferienwohnungen bezeichnen.
Auf einem Kamm Richtung Eidi wunderten wir uns nur über die Menge an Fahrzeugen, die dort standen und die vielen Leuten mit Wanderausrüstung. Irgendwie arbeitete es in mir, denn auf dieser Insel war doch noch eine Wanderung auf den höchsten Berg der Färöer, aber hier??? Das war zu spontan. Also ging es erst einmal weiter nach Eidi und in Richtung Bordoy. Theres begann im Reiseführer zu lesen, weil es uns beiden keine Ruhe ließ. Ja, dort begann die Wanderung auf den 880m hohen Slättaratindur mit 500hm Aufstieg. Wir mussten zurück, besser gesagt, ich musste zurück. Das geht gar nicht, nicht dort oben gewesen zu sein.
Die Strecken auf den Inseln sind kilometermäßig sehr überschaubar. Eine halbe Stunde später stand ich entsprechend gekleidet am Start. Achja, und ja nicht vergessen per QR-Code die 200KR Wandergebühr zu bezahlen. Theres hat es sich derweil im Camper gemütlich gemacht, sie wollte nicht mit.
Oben angekommen, war natürlich keine Sicht. Bei gutem Wetter hätte man eine 360° Gradsicht über die Inseln und das Meer. Auch 10 min. später sah es nicht besser aus, also wieder runter und nur über den Spaß der Tour freuen und sagen können, ja ich war da oben.
Heute ist Sonntag, die Webereien und die Brauerei, die wir uns noch anschauen
möchten haben heute sicherlich geschlossen. Warum also nicht noch einmal nach Elduvik zurück, dort übernachten und morgen dann weiter.
Wir haben noch 2,5 Tage, das sollte für den Rest der Färöer gut reichen. So stehen wir wieder hier, der Wind pfeift von Land um den Camper und wir genießen den späten Nachmittag und Abend.
Nachtrag: Ein gewaltiger Schreck ereilte Theres heute: Rohwolle mitbringen nach Island strengstens verboten :-(( Wir sind noch am Grübeln….






















Woche 3 24.08.2026-30.08.2026
Woche 3 24.08.2026-30.08.2026
Tag 12 (24.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Strendur, Fuglafjördur,Leirvik, Klaksvik, Insel Kalsoy, nach Klaksvik (Seitenstraße zum Fjord) |
| 🛣️ | 117 km (126835 bis 126952) |
| 🌡️ | 12°C bis 18°C | frühmorgens Regen, dann klarte es auf und wurde zum Mittag hin sonnig |
| 🚐 | Klaksvik (Seitenstraße zum Fjord) |
so ein Stellplatz ist immer wieder interessant: vorgestern war er voller als dafür vorgesehen und die letzte Nacht standen wir zu zweit. Es war sehr windig. Besser wäre es gewesen, den Camper zu drehen, so dass er im Wind steht. Dann wäre die Aussicht aber nicht so schön. Also mussten wir uns an das rütteln am Camper gewöhnen.
Der Tag begann doch sehr regnerisch, aber das sind wir ja bereits gewohnt. Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Das gilt hier auf alle Fälle für das Wetter.
Heut war das Ziel, die weiter nördlich liegenden Inseln zu erkunden. Aber zuerst ging es nach Strendur, in die älteste und einzig verbliebene Weberei der Färöer. Theres hat neue Wolle und ich eine coole neue Jacke. Gefühlt gibt es auf den nördlichen Inseln mehr Industrie, wo ich auch die Fischverarbeitung mit einschließe. Auch die Häuser sehen hier moderner aus. Ob sie dadurch schöner sind, muss jeder für sich entscheiden.
In Leirvik gibt es einen Shop mit dem besten Bier von den Färöern. Ich hatte es gleichgesetzt mit einer Brauerei. Das passte nicht ganz, aber die war nicht weit entfernt in Klaksvik. Eine Besichtigung wurde nicht angeboten, aber das gekaufte Bier schmeckte trotzdem.
Anscheinend sind wir in unseren Entscheidungen doch noch nicht ganz so festgelegt. Innerhalb von 10 min entschieden wir uns spontan, die Route zu ändern und eine Insel mitzunehmen, die nur mit der Fähre erreichbar ist. Die Insel Kalsoy. Dort gibt es am nördlichsten Zipfel eine kleine Wanderung zu einem Leuchtturm. Das Foto hatte Theres gesehen und dort wollte sie hin. Was für ein Zufall, sogar die Fähre stand noch da. Hier erlebten wir den typischen Färöischen Charme. Kein Wort zu viel aber es passte. Die Fähre hätte man eigentlich Vorreservieren müssen. Das hatten wir natürlich nicht gemacht, aber ein Plätzchen für uns war noch frei. 20 min später waren wir auf der Insel und eine einspurige Straße führte uns über 4 Tunnel nach Trollanes. Der Abstecher hat sich gelohnt. Bei herrlichem Sonnenschein liefen wir zum nördlichsten Punkt der Inseln und Theres konnte wieder tolle Fotos schießen. Klaro, dass wir davor noch die Wandergebühr von jeweils 200KR (knappe 27€) in den digitalen Spendenkorb legen durften.
Natürlich durfte auf der Rücktour die Robbenfrau in Mikladalur nicht verpasst werden.
Leider hatten wir die Fährzeiten nicht so richtig im Blick und müssen nun bis 22:15 Uhr warten, bis wir von der Insel kommen. In der Hoffnung natürlich, dass wir mitgenommen werden.
Nun geht unsere Zeit auf den Färöern langsam zu Ende und wir fragen uns, wie wir die Inseln empfunden haben, aber es fällt uns schwer.
Ein bisschen erinnern sie an Modelleisenbahn oder alles irgendwie im Hosentaschenformat. Mir fehlen die Bäume.
Nachtrag: Heute hätten wir tatsächlich Fisch kaufen können, aber auf Grund unserer noch vorhandenen Vorräte die wir nicht alle nach Island einführen dürfen, haben wir darauf verzichtet.









































Tag 13 (25.08.2026)
| 🗺️ | Klaksvik (Seitenstraße zum Fjord) über Kunoy (Insel Kunoy); Muli (Insel Bordoy); Vidareidi (Insel Vidoy); Runavik (Insel Eysduroy) nach Eduvik (Camping) |
| 🛣️ | 117 km (126952 – 127069) |
| 🌡️ | 10°C bis gefühlt 20°C aber nur 15°C, frühmorgens Regen, dann klarte es auf und wurde zum Mittag hin sonnig und warm |
| 🚐 | Eduvik (Camping) |
der Morgen begrüßte uns, wie fast jeden morgen, kühl, neblig und mit leichter Feuchte. Aber das kennen wir ja nun und lassen uns dadurch im Tagesprogramm nicht beeinflussen.
Der gestrige Tag hat doch ganz schön geschlaucht, so haben wir Wandern gar nicht erst in unsere Planung aufgenommen. Aber Inselhopping hat ja auch etwas mit Bewegung zu tun. So ging es entspannt über die Inseln Kunoy, Bordoy und Vidoy mit wunderschönen Blicken über die Fjorde und den Atlantik. Aber wir sind nicht mehr ganz so bei der Sache. Denn Island rückt näher, worauf wir uns ja auch freuen. Aber Island hat extrem strenge Regeln bei dem, was man an Lebensmitteln aber auch Kleidung und Geräten einführen darf. Das haben wir bei unser Reiseplanung und unseren Wanderungen (Sammeln von Schafwolle) absolut ignoriert. Und der Zoll soll dort hart durchgreifen, auch mit hohen Strafen. Braucht man das? Wir auf alle Fälle nicht! Dementsprechend hieß es ausräumen. Die schöne Wolle in den Müll und bevor wir die Lebensmittel wegwerfen, werden die anderen Camper gefragt.
So ging es heute tatsächlich einmal auf einen regulären Campingplatz. Ich muss glaube ich nicht erwähnen, dass er wieder direkt am Atlantik liegt und wir in der ersten Reihe stehen. Nachdem wir die oben getroffene Entscheidung im Camper umgesetzt haben, konnten wir den herrlich sonnigen Nachmittag vor unserem Camper genießen.
8 km vor dem Campingplatz gab es in Saltangara eine Empfehlung für einen Bäcker. Dort waren wir natürlich auch und haben leckeren Kuchen zum Nachmittagskaffee gefunden und natürlich auch gekauft. Leeecker!!
Übrigens gehörte zu den Arbeiten auch das Reinigen unserer Wanderstiefel. Dafür musste unsere Geschirrbürste herhalten. Was tut man nicht alles, um in das gelobte Land zu kommen.
Was ist sonst noch so passiert?
Seit heute hat Iguazu (unser Tucan) einen Kumpel. In Runavik haben wir nun endlich noch einen Papageientaucher gefunden, der uns gefällt. Wir nennen ihn Färöer und er hängt nun im Skyview neben Iguazu.
Unsere gemietete Gasflasche hat eine Woche gehalten, das ist auch ok. Wir wollten sie heute an der Tankstelle wieder zurück geben. Das war nicht ok, das ging doch nicht so einfach. Dann werden wir sie morgen dort wieder abgeben, wo wir sie ausgeliehen haben.
Morgen verlassen wir die Insel und wie immer gibt es diesen Abschiedsschmerz, dass etwas vorbei ist worauf wir so lange hin gearbeitet haben. So schön wie es war, es wird uns hier nicht noch einmal herziehen. Man stößt hier zu schnell an seine Grenzen. Jede Straße endet am Atlantik und das sind wir nicht gewohnt.










































Tag 14 (26.08.2026)
| 🗺️ | Eduvik (Camping) nach Torshavn (Hafen) |
| 🛣️ | 29 km (127069 – 127098) |
| 🌡️ | ca. 20°C sonnig und warm |
| 🚐 | Torshavn (Hafen) |
was für ein Abschied von den Färöern. Der Tag begrüßte uns mit Sonnenschein und so blieb es auch bis kurz vor Abfahrt der Fähre.
Es gibt etwas, das mir hier täglich auffiel: diese Stille in der Nacht, aber auch an vielen Orten tagsüber. Das werde ich zu Hause vermissen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden noch die letzten Sachen umgepackt. Unser Kanister in den Tank entleert (das hätten wir eigentlich schon in Dänemark tun müssen) und dann ging es auf die letzten Kilometer auf den Färöern. Einen besonderen Tunnel haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben. Den Tunnel von Eysturoy nach Streymoy mit einem bunt beleuchteten Kreisverkehr. Wie cool ist das denn!
Das erste Ziel in Torshavn war das Gasgeschäft, in dem wir die Gasflasche gemietet hatten. So dachten wir zumindest. Herausgestellt hat sich dann, dass wir nur die Gasfüllung bezahlt haben und er davon ausgegangen ist, dass wir sie ihm wieder zurück bringen. Das nenne ich Vertrauen. Da wir sowieso eine Flasche Rum zu viel im Gepäck hatten, haben wir diese als Dankeschön bei ihm gelassen. Er hat sich gefreut und wir eine Sorge weniger.
Gegen 12:00 Uhr waren wir am Hafen. Viel zu früh, aber das machte nichts. Noch einmal durch Torshavn schlendern, am Hafen einen Kaffee und ein Stück Kuchen schlemmen und die Sonne genießen.
Pünktlich um 17:30 Uhr legte die Fähre an und pünktlich um 18:00 Uhr ab. Wann hatten wir solche Pünktlichkeit das letzte Mal in Deutschland? Ich kann mich nicht erinnern.
Dann kam noch der wirklich krönende Abschluss für uns von den Färöern. Das Schiff fährt nicht um die Inseln herum, sondern dazwischen hindurch. Es ging von Streymoy (Torshavn) über Eysturoy (höchste Berg Slaettaratindur 880m, Camping Elduvik und Leirvik (Bier)); Bordoy (Klaksvik Fähre nach Kalsoy); Kalsoy (nördlichster Leuchtturm und in Mikladalur die Seerobbenfrau) und über Kunoy auf das offene Meer.
Ein toller Abschied!
Natürlich haben wir uns für die knappen 14 Stunden auch eine Kabine gegönnt und werden diese wohl heute nicht mehr verlassen.
Nachtrag: Heute haben wir zum ersten Mal in unserem Leben aktiv Taxfree genutzt 🙂
Und als wir im Schiff im Shop vorbeischauten, da liefen uns doch tatsächlich Bamsemums über den Weg….Erstmal drei Tüten gebunkert, leeecker. Ein paar Leckereien gabs auch zur Verkostung, das lassen wir uns gefallen.






Tag 15 (27.08.2026)
| 🗺️ | Torshavn (Hafen) über Seydisfjördur (Hafen Island); Egilsstadir; Burstarfell nach Vopnafjördur Camping |
| 🛣️ | 195 km (127098 bis 127293) |
| 🌡️ | 4 – 8°C bewölkt und regnerisch |
| 🚐 | Vopnafjördur Camping |
wir sind auf Island. Wie zu erwarten, begrüßte uns die Insel mit klarem Himmel und Sonnenschein. Schön wäre es: die Wolken hingen tief und es regnete. Aber so ist es nun mal auf Island. Warum sollte es hier anders sein, als auf den Färöern. Der Tag wird noch mehr zu bieten haben.
Pünktlich wie, zu erwarten, lief die Fähre in den Hafen von Seydisfjördur ein und 15 min später waren wir durch den Zoll und eingereist. Was hätten wir doch alles mitnehmen können…
Island gehört zwar nicht zur EU, aber im Mobilfunk Datenroaming gelten diese zumindest schon einmal. Darum brauchten wir uns also nicht weiter zu kümmern. Da wir die geliehene Gasflasche ja wieder abgegeben haben, mussten wir uns um eine neue kümmern. Auch das funktionierte reibungslos an den N1 Tankstellen.
Die Reise über Island konnte beginnen.
Was uns sehr schnell auffiel: es ist hier lieblicher als auf den Färöern. Weniger Steilwände an der Küste, wesentlich mehr Strände.
Wasserfälle gibt es natürlich auch ohne Ende und den ersten alten Schnee haben wir auch schon gesehen. Auf Höhen, die nicht über 400m NN liegen. Es geht hier auf den Hauptstraßen nicht ganz so ruhig zu. Hier haben es viele etwas eiliger, das kann aber auch an den guten Hauptstraßen liegen. Natürlich mussten wir auch mal kurz abseits der befestigten Straßen fahren. Nicht lange und rechts vorne schliff etwas. Ok, dann heute nicht und erst einmal schauen, was es ist. Es war nur ein Blech, was innen leicht an der Bremsscheibe rieb. Kurz etwas zurück gebogen und alles war wieder ok. Auf unserem Weg sind wir an einem Torfhausmuseum vorbei gekommen. Auch das geht also, ein Haus aus Torf zu bauen.
Um erst einmal hier im Land anzukommen und den Abend noch etwas zu nutzen, sind wir wieder einmal auf einen Campingplatz gefahren. Mal sehen, wie sich das so weiter entwickelt.












































Tag 16 (28.08.2026)
ein herrlicher Tag geht zu Ende. Die Nächte brauche ich schon gar nicht mehr zu erwähnen, es ist einfach ungewohnt ruhig für uns, einfach schön. Wir haben ja etwas Zeit und möchten nicht nur auf der Touristenstrecke (Straße Nummer 1) unterwegs sein. Auch, um es im Norden nicht ganz so kalt zu haben, entschlossen wir uns, entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren. Den Gedanken hatten natürlich wohl auch mehrere, denn auf den Stellplätzen trifft man doch immer wieder einige bekannte Gesichter.
Zur Zeit sind wir auf der Straße Nummer 85. Gefühlt mehr rückwärts als vorwärts, aber was tut man nicht alles für die tollen Bilder von Theres. Laut Reiseberichten die einsamste Gegend auf der Insel. Können wir bestätigen, wenig Autos.
Grün wechselt sich mit kargem, rauem Gestein ab. Hochebenen mit kurvenreicher Strecke in die Berge und traumhafte Blicke auf das türkisblaue Meer.
Die Fotomotive bei Theres haben sich geändert. Auf den Färöern waren es die vielen kleinen Dörfer mit den hübschen Häusern. Hier ist es mehr die Natur, denn die Häuser sehen eigentlich alle gleich aus und könnten meistens einen neuen Anstrich vertragen.
Dann leuchtet doch tatsächlich die rote Öllampe im Display, na toll, muss das jetzt sein? Eine kurze Recherche im Internet mit möglichen Fehlerursachen gibt Klarheit. Also Laptop eingeschaltet, Diagnosetool aktiviert und Ölwechselintervall für DPF zurückgesetzt. Das konnte ich aber nur mit gutem Gewissen tun, da ich das beim letzten Ölwechsel vergessen hatte zurück zu setzen.
Diesen sonnigen Tag wollten wir nicht nur im Auto verbringen und haben daher schon früh in Kopasker Schluss gemacht. Dachten wir zumindest. Dann las Theres, dass heute eine gute Nacht für Polarlichter ist. Besonders gut sind sie an dem nördlichsten Punkt der Insel am Arctic Henge zu beobachten. Das ist ja nur 45 km entfernt. Also haben wir uns noch einmal auf den Weg gemacht, stehen hier, warten, dass die Wolkendecke aufreißt und schlagen uns die Nacht um die Ohren. Morgen wissen wir mehr.
































Tag 17 (29.08.2026)
| 🗺️ | Raufarhöfn (bei den Arctic Henge) über Kopasker; Asbyrgi und Asbyrgi Cliffs; Hljodaklettar; Dettifoss nach Grimsstadir Camping |
| 🛣️ | 164 km (127503 – 127667) |
| 🌡️ | 2 – 15°C | vormittags bewölkt, zum Nachmittag hin sonnig |
| 🚐 | Grimsstadir Camping |
was für ein Tag! Wir haben natürlich keine Polarlichter gesehen. Sehr hart, denn auf dem letzten Parkplatz sprachen wir mit einem Oldenburger, der uns Polarbilder aus der letzten Nacht zeigte.
Nach dem Aufstehen heute früh war mir klar, dass eine lange Mittagspause fällig wird. Daraus wurde natürlich nichts. Der Tag verlief logischerweise anders als geplant.
Im Gegensatz zu Theres, war ich häufig nachts wach. Um zwei klingelte der Wecker, um noch einmal sicher zu gehen, dass wir ja nichts verpassen. Noch ein leckerer Espresso und zum Frühstück suchen wir uns ein schöneres Plätzchen, als den Parkplatz an den Arctic Henge (wenn man diese Steine nicht gesehen hat, hat man auch nichts verpasst).
Auf den ersten Kilometern, während zwei Fotos, riss Theres ihren Teebecher (der noch etwas Rotwein vom Abend enthielt) von der Armlehne. Es gab schöne Rotweinflecken und der Camper roch nach Glühweinbude.
Wir arbeiteten uns zum absoluten Tageshighlight hoch. Über das Hufeisenriff (Asbyrgi Cliffs) und herrlichen Ausblicken in die Gletscherschlucht Hljodaklettar (verbunden mit einem Rundwanderweg) dessen Gestein ausschließlich aus Basalt besteht. Die eigene Phantasie kreiert dazu wunderschöne Formationen wie ein Krokodil, einen Elefant und eine Rose. Auch Blaubeeren, schwarze Krähenbeeren und Steinbeeren gab es zur genüge und schmeckten lecker.
Das hätte für den Tag schon vollkommen gereicht. Aber der Himmel riss auf und der Himmel wurde blau. Bei den Fotos aus den Reisebüchern zum Dettifoss fiel uns die Entscheidung nicht schwer, diesen als Tagesabschluss noch mit anzufahren.
Was für ein Naturschauspiel, einfach unglaublich. Sonnenschein, blauer Himmel, ein Regenbogen als Dreiviertelkreis und dann das Geräusch der Wassermassen. Ein Erlebnis, das Fotos so nicht wieder geben können. Aber dafür ist man ja auf Reisen. Gut, vielleicht hätten wir noch Regensachen anziehen sollen, hätten …..
Wir blieben noch eine Weile auf dem Parkplatz, genossen die Sonne, verarbeiteten die Eindrücke und packten im Camper noch einige Sachen um.
Aber die Eindrücke waren noch nicht zu Ende. Auf der 862 wechselte die Landschaft schlagartig. Pure Lavagesteinebenen wechselten in Grassteppe über, dann wurde sie zur Sandwüste, um abschließend in ein Steinmeer überzugehen. Und über allem immer wieder die beeindruckende Stille.
Nun stehen wir auf einem Campingplatz in Grimsstadir, genießen den Abend und machen unsere Hausaufgaben. Fotos aussortieren und Tagebuch schreiben.













Tag 18 (30.08.2026)
| 🗺️ | Grimsstadir Camping über F88 bis zur zweiten Furt nach Grimsstadir Camping |
| 🛣️ | 129 km (127667 – 127796) |
| 🌡️ | 5 – 10°C | vormittags bewölkt, zum Nachmittag teils sonnige |
| 🚐 | Grimsstadir Camping |
hatte ich schon erwähnt, dass hier eine unglaubliche Stille ist, so auch diese Nacht. Die Temperaturen bleiben zum Glück auch nachts noch gut konstant über 0° Grad.
Heute war geplant, auf die Ostseite des Dettifoss zu fahren, um noch näher an den Wasserfall zu kommen. Wir starteten auch in diese Richtung. Die Straße war als Schotterpiste mit Wellblechoberfläche beschrieben. Das kennen wir und ist für uns in der Regel auch kein Problem. Heute aber kam uns ein anderer Gedanke. Also, wenn wir schon so eine Piste fahren, die Sonne scheint nicht für tolle Fotos, dann können wir auch die F88 (Off-Road-Pisten nur für 4×4) nach Askja zu den Thermalbecken fahren. Wir waren uns, wie so oft, einig. Der Wendekreis des Campers ist nicht allzu groß. Also wurde auf der Piste gewendet und ab ging es in die andere Richtung.
Am Eingang zur Route kam uns das erste Polizeiauto der gesamten Reisezeit entgegen. Da wir wohl etwas unsicher wirkten (obwohl wir es nicht waren), wurden unsere Papiere kontrolliert und gefragt wo wir hin wollen. Unser Camper sieht mit den Reifen, dem Sandblech und des etwas höheren Fahrwerks wohl aus wie ein 4×4, so dass das gar nicht in Frage gestellt wurde. Alles ok, fahrt vorsichtig und passt bei den Furten auf, die sind 60cm tief. Alles klar, auf geht´s. Was gibt es zu der Strecke zu sagen, Lavawüste, Sandwüste, Vegetationslos und Weite (ja wir lieben auch diese Blicke). Die Piste zwischen fahrbar, Wellblech zum kotzen und Achterbahn. Unser Camper nahm es klaglos hin. Dann kam die erste Furt. Hosen aus, Socken aus und ab ins Wasser, um die Tiefe und den Untergrund zu prüfen. Wir kamen beide zum gleichen Ergebnis. Es ist machbar und das war es auch. Nach ca. 30km und dem gleichen Zustand der Piste wie oben beschrieben, kam die nächste Furt. Das gleiche Prozedere, doch ein anderes Ergebnis. Nein, das machen wir nicht, das kann schief gehen.
Ohne Thermalbad, komplett durchgeschüttelt und erschöpft waren wir Stunden später wieder am Platz. Fast so, als wäre nichts gewesen. Nur, dass der Camper verdreckt ist und der Kühlschrank plötzlich nicht mehr auf Gas funktionierte. Da auch der Herd kein Gas mehr bekam, war der Fehler schnell eingegrenzt. Unser Crashsensor hat angeschlagen und die Gaszufuhr unterbrochen. Nun läuft alles wieder. Wir sind breit.






















Woche 4 31.08.2026-06.09.2026
Woche 4 31.08.2026-06.09.2026
Tag 19 (31.08.2026)
| 🗺️ | Grimsstadir Camping; Krafla ; Hverir; Grijotagja; Hverfjall (Krater); Dimmuborgir; Heidarbaer Camping |
| 🛣️ | 128 km (127796 – 127924) |
| 🌡️ | 3°C bis 7°C | wolkig, Mittags Regen, zum Abend Auflockerung |
| 🚐 | Heidarbaer Camping |
wie unterschiedlich eine Campingplatzbelegung doch sein kann. Der gleiche Platz; vorletzte Nacht gut belegt und die letzte Nacht standen wir allein da. So lieben wir es.
Heute stand komprimiertes Sightseeing auf dem Programm. Alle Touristenhotspots um den Myvatn. Naja, fast alle.
Gestartet wurde mit dem Kraftwerk Krafla (Energieerzeugung durch Erdwärme). Die Turbinen machen einen Lärm wie startende Hubschrauber, nur das sie nicht abheben. Wir laufen über riesige Lavafelder, über denen immer wieder Dampfwolken stehen. Das Ausmaß der Lavafelder ist irgendwie auch beängstigend, wenn man überlegt, mit welcher Kraft und Hitze sich die Lava ausgebreitet hat.
Der nächste Stopp war das Hochtemperaturfeld Hverir. Schwefeldampf und blubbernder Boden. Auf dem Rückweg begann es ordentlich zu regnen. Nicht schlimm, bei dem Stress kann man da gut mal einen Mittagsschlaf einfügen. Gut das man alles dabei hat.
Nicht weit entfernt liegt die Grotte Grijotagja, mit türkisfarbenen warmen Wasser. Früher durfte man darin noch baden. Wir hatten nicht so richtig auf die Wegbeschreibung geschaut und sind erst einmal in die falsche Richtung gelaufen. Passiert halt und war nicht schlimm, denn es gab genug Heidelbeeren am Wegesrand.
Da wir uns gerade so schön eingelaufen haben, können wir ja gleich noch den Krater Hverfjall mitnehmen. Der liegt ja auch gleich um die Ecke. 100Hm auf 600m und dann noch einmal 100Hm, wenn man sich die 2,3km Gratwanderung auf dem Krater antun möchte. Ralf ja, Theres eigentlich nicht. Beeindruckend? Könnte irgendwie auch eine Abraumhalde beim Tagebau sein.
Gut, dass ich noch zwei Müsliriegel dabei hatte, so hob sich die Stimmung von Theres dann auch wieder. Abseits des Kraters wieder einmal ein Blick wie verbrannte Erde. Einfach nur tot. Die andere Richtung ging über den Myvatn und mit aufbrechendem Himmel und etwas Sonnenschein sah alles schon wieder besser aus.
Die Riegel haben bei Theres wunder gewirkt. Sie konnte noch nicht genug bekommen und so ging es auch noch nach Dimmuborgir, wo wir uns aus Lava geformte Steintürme anschauten. Ja, die aus Lavagestein geformte Kirche hatte etwas, aber der Rest, naja, muss jeder für sich entscheiden.
Nun hat es uns gereicht, es war ja auch schon 20:00 Uhr, aber das Naturbad wollten wir uns schon noch anschauen. Aber natürlich erst einmal nur von außen. Ein bisschen bereuen wir es, hier keine schnelle Entscheidung getroffen zu haben. Wahrscheinlich werden wir das in den nächsten Tagen nachholen.
Wir wollten zum nächsten Campingplatz nach Heidarbaer, ca. 35 km entfernt. Es wurde bereits dunkel und wir konnten die Straße nicht mehr so richtig genießen. Gut asphaltiert, aber verlief wie eine Achterbahn.
Dann stehen wir vor dem verschlossenen Campingplatz! Keinen Kilometer mehr weiter, der Tag war lang genug. Schauen wir was passiert, wir stellen uns auf den Parkplatz davor. Nach 10 min klopfte es an der Tür. Ein kurzer Wortwechsel und der Feststellung, dass wir eine Toilette an Bord haben, können wir hier stehen bleiben. Gute Nacht!
Nachtrag: Wir haben die Befürchtung, dass unser Wassertank bei der gestrigen Tour etwas abbekommen hat. Ich freue mich ;-(
Nachtrag: es war verdammt windig und kalt auf dem Krater, ich hätte mir etwas Restwärme gewünscht
Nachtrag 2: In Reykjahlid haben wir echtes Lavabrot, selbst gebacken von den Frauen hier, bekommen. Lecker!
































Tag 20 (01.09.2026)
| 🗺️ | Heidarbaer Camping nach Husavik Camping |
| 🛣️ | 28 km (127924 – 127924) |
| 🌡️ | 5°C bis 10°C, morgens wolkig, ab mittags immer sonniger |
| 🚐 | Husavik Camping |
so etwas wie gestern darf uns nicht noch einmal passieren. Wir haben Urlaub und sind nicht auf der Flucht. Das haben wir heute gleich mal umgesetzt.
Gegenüber unserem letzten Übernachtungsplatz befindet sich die Hveravellir-Farm, sie ist für die Gewächshäuser bekannt. Hier wird Gemüse gezüchtet. Die Wärme kommt natürlich aus der Erde und der Strom ebenfalls. So wurden die Gewächshäuser auch die ganze Nacht beleuchtet. Durch Zufall entdeckten wir in dem Ort auch noch eine heiße Quelle. Diese sprudelte mehr, als an den ganzen Hotspots.
Wir sind jetzt in Husavik, der Hafenstadt, von der die meisten Walbeobachtungsschiffe ablegen. Diese Tour stand sehr oben auf unserer Liste.
Da angeblich heute zu viel Wellengang ist, gab es die Empfehlung, eher für morgen zu buchen. Wir vermuten, dass sie das Boot nicht voll bekommen und die Leute sammeln wollen. Für uns kein Problem, dann nutzen wir den Tag heute eben in einem Geobad mit Blick auf das Meer. Das gibt es in Husavik auch. Vielleicht nicht ganz so groß wie am Myvatn, doch dafür auch nicht so voll.
Das Abendessen war typisch isländisch: Fisch und Chips am Hafen. Sehr lecker, aber nicht an jedem Tag ess- und leistbar.
Morgen ab 10:00 Uhr werden wir drei Stunden auf dem Meer sein und die Wale beobachten.
Nachtrag: Es tropft nicht mehr unter dem Wassertank, vielleicht war es doch nur Restwasser von der Furtquerung.













Tag 21 (02.09.2026)
| 🗺️ | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) nach Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
| 🛣️ | 71 km (126382 – 126453) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
Text

Tag 22 (03.09.2026)
| 🗺️ | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) nach Soltuvik |
| 🛣️ | 116 km (126453 – 126569) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig, zum Abend hin sonnig (mit Sonnenuntergang) |
| 🚐 | Soltuvik |
Text

Tag 23 (04.09.2026)
| 🗺️ | Soltuvik nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 169 km (126569 – 126738) |
| 🌡️ | 8°C bis 18°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Tag 24 (05.09.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 0 km (126738) |
| 🌡️ | 11°C bis 16°C | bewölkt und immer mal Niesel |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Tag 25 (06.09.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Gjogv, Eidi nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 97 km (126738 – 126835) |
| 🌡️ | 12°C bis 16°C | bewölkt, wenig Sonne |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Woche 5 07.09.2026-13.09.2026
Woche 5 07.09.2026-13.09.2026
Tag 26 (07.09.2026)
| 🗺️ | Torshavn (Tankstelle) nach Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
| 🛣️ | 33 km (126256 – 126289) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C | bewölkt und nieselig |
| 🚐 | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
Text

Tag 27 (08.09.2026)
| 🗺️ | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) nach Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
| 🛣️ | 93 km (126289 – 126382) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C bewölkt und nieslig |
| 🚐 | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
Text

Tag 28 (09.09.2026)
| 🗺️ | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) nach Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
| 🛣️ | 71 km (126382 – 126453) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
Text

Tag 29 (10.09.2026)
| 🗺️ | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) nach Soltuvik |
| 🛣️ | 116 km (126453 – 126569) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig, zum Abend hin sonnig (mit Sonnenuntergang) |
| 🚐 | Soltuvik |
Text

Tag 30 (11.09.2026)
| 🗺️ | Soltuvik nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 169 km (126569 – 126738) |
| 🌡️ | 8°C bis 18°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Tag 31 (12.09.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 0 km (126738) |
| 🌡️ | 11°C bis 16°C | bewölkt und immer mal Niesel |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Tag 32 (13.09.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Gjogv, Eidi nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 97 km (126738 – 126835) |
| 🌡️ | 12°C bis 16°C | bewölkt, wenig Sonne |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
Text

Woche 6 14.09.2026-20.09.2026
Woche 6 14.09.2026-20.09.2026
Tag 5 (17.08.2026)
| 🗺️ | Torshavn (Tankstelle) nach Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
| 🛣️ | 33 km ( 126256 – 126289) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C | bewölkt und nieselig |
| 🚐 | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
Eine angenehme ruhige Nacht liegt hinter uns. Es war zwar ab und zu noch Verkehr auf der Straße, aber zwischendurch eine Ruhe, unglaublich.
Auf ein ausgiebiges Frühstück haben wir auf Grund des gestrigen Abendessens entfallen lassen. Die Tagesplanung war für uns auch klar. Gas (kommt mir irgendwie bekannt vor), ein Sim-Karte für die Färöer und dann natürlich Stadtbesichtigung.
Gasflaschen gibt es an der Tankstelle, hatten wir gelesen, an welcher, stand da nicht. Doch wir waren erfolgreich bei unserer Suche, allerdings sahen meine gekauften Adapter nicht so aus, als würden sie mit der Gasflasche eine Verbindung aufnehmen wollen. Aber auch dieses Problem war durch die Hilfe des Gasflaschenlieferanten schnell gelöst. Wir sind jetzt gut versorgt.
Thema Mobilfunk konnten wir im nahegelegenen Krankenhaus klären. Nein, uns geht es gut, aber wir mussten aufs Klo und da dort für unseren Camper ein toller Parkplatz war, nutzten wir die Gelegenheit. Das Krankenhaus bot ein freies WLAN an und nun hat Theres parallel zu ihrer SIM-Karte eine eSIM.
Die Stadtbesichtigung konnte beginnen. Es ging entlang des Hafens mit Werft über Tinganes (Parlamentsgebäude) in die Altstadt von Torshavn. Dann weiter in die Einkaufsmeile und über den Hafen zurück. Es reichte! Obwohl wir am Krankenhaus einen tollen Blick über das Meer hatten, war es noch ein bisschen zu früh, um dort stehen zu bleiben. Also noch nach Hoyiksgardur in das Freiluftmuseum über das historische Leben der Färöer.
Wenn wir schon dort sind, dann können wir auch noch nach Nordradalur und uns die Haarnadelkurven anschauen, die 300m bergab in den abgelegenen Ort führen. Logisch, dass wir die auch fahren mussten, nein, dass RALF die fahren musste! Als wir wieder oben waren, konnten wir riechen, dass die Bremsen echt was zu tun hatten. Mir hat es Spaß gemacht und Theres für die Fotos auch.
Es wurde Zeit für ein Plätzchen. Wir stehen oberhalb der Kurven, nicht unbedingt versteckt aber schauen wir mal. Eine Kamera ist auch in der Nähe.






























Tag 6 (1808.2026)
| 🗺️ | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) nach Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
| 🛣️ | 93 km ( 126289 – 126382) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C bewölkt und nieslig |
| 🚐 | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
An das Wetter müssen wir uns wohl erst einmal gewöhnen. Es ist etwas anderes, zu lesen wie das Wetter auf den Färöern ist, als wenn man es dann täglich spürt. Naja, wir sind ja erst zwei Tage auf der Insel.
Trotz Kamera wurden wir nicht belästigt und hatten eine herrlich ruhige Nacht. Unruhig wurde es erst, als die ersten Touristen für ein Foto kamen. Heute ging es nach Tjornuvik an den Surfer-Strand, über den Fossa-Wasserfall (Empfehlung ist, den Wasserfall von der Insel Eysturoy zu fotografieren, ein viel schöneres Bild) und nach Saksun ins Freilichtmuseum Duvugardar. Dort gibt es auch eine Wanderung an den Atlantik-Strand, der allerdings nur bei Ebbe erreichbar ist. Wir hatten Glück, es war Ebbe. Toller weicher dunkler Sand.
Landschaftlich ist es hier definitiv etwas besonders, ein saftiges Grün der Wiesen, weiche Bergrücken. Das Wasser läuft überall der Berg hinunter, wunderschön.
Kleine einfache Häuser, gemütlich eingerichtet. Bei uns würden sie durch jedes GEG-Gesetz fallen. Es geht also auch anders. Und trotzdem fehlt uns etwas, wir können es aber noch nicht bestimmen.
Eigentlich wollten wir noch bis Vestmanna, aber an der ehemaligen Walfangstation hat es uns auch gut gefallen. Also sind wir hier stehen geblieben, haben uns die Gebäude und Geräte angeschaut und waren beeindruckt.
Wir sind jetzt schon zwei Tage unterwegs und fragen uns, wie andere innerhalb von drei Tagen die Inseln bereist haben können. Wir fragen uns, ob wir das in den 10 Tagen schaffen.
Noch etwas fällt uns auf. Wir fühlen uns ein bisschen an die Lofoten erinnert: Touristen ohne Ende und zu wenig Parkplätze.








































Tag 7 (19.08.2026)
| 🗺️ | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) nach Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
| 🛣️ | 71 km ( 126382 – 126453) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
Freistehen außerhalb von Campingplätzen ist auf den Färöern unter Strafe verboten. Aber anscheinend gilt hier das Prinzip leben und leben lassen. Wir haben uns alle 3 Plätze angeschaut, an denen wir in den letzten Tagen vorbei gekommen sind. Dauercamper ohne Ende und in der Regel an der Hauptstraße und für die Durchreisenden dann die restlichen Plätze. Wir konnten uns bisher noch nicht dafür entscheiden. So auch in der letzten Nacht an der ehemaligen Walstation. Gestern Abend standen wir alleine dort. Heute früh waren wir fast eingeparkt, aber es hat keinen gestört. Eingeparkt aber nur deshalb, weil wir uns längst und nicht quer zum Platz, wie alle anderen gestellt hatten. Das werden wir beim nächsten mal beachten.
Also, wieder eine ruhige Nacht, obwohl die Straße oberhalb etwas zu hören war.
Bevor es heute rüber auf die Insel Vagar ging, noch ein kurzer Abstecher nach Kvivik, dort gab es einen Wolleladen, der Theres magisch anzog und mit seinen Preisen gleichzeitig wieder abstieß. Wir sind hier halt in einem touristischen Gebiet.
Die beiden Inseln sind mit einem 5km langen Tunnel verbunden. An der tiefsten Stelle leuchtete der Tunnel in unterschiedlichsten Farben.
Heute ging es nach Vestmanna zum Hexen- oder Trollfrauenfinger. Auf der Tour dorthin kamen wir an einem tollen Strand vorbei. Es zuckte uns in den Gliedern, war uns aber dann doch zu kalt. Nach der kurzen Wanderung zum Trollfrauenfinger und der Besichtung der prächtigsten Kirche der Färöer, konnten wir nicht anders. Die Sonne kam immer wieder vor und das Wasser spiegelte sich so herrlich, wir mussten einfach rein. Es wurde ein kurzes Bad, aber es war gut.
In Vestmanna haben wir für Freitag noch eine Bootstour zu den Vogelklippen gebucht. Wir sind gespannt.
Weiter ging es nach Midvagur. Eigentlich wollten wir nur schauen, wie lange die Wanderung zum Bosdalafossur Wasserfall ist, um das für morgen einzuplanen. Aber das Wetter passte zu gut: Sonne, kein Wind, kein Regen. Hinzu kam noch, dass wir nach der Wanderung auch die Nacht hier verbringen können. Wie cool ist das denn, entspannt Wandern ohne sich Gedanken über die Weiterfahrt machen zu müssen.
Es wurde eine tolle dreistündige Wanderung mit viel Sonne, wunderschönen Blicken und Bildern. Was will man mehr. Wir stehen mit Blick auf den Hexenfinger, da hätte man sich ja glatt die Wanderung sparen können.
Morgen geht es dann weiter Richtung Gasadalur, dem nördlichsten Ort von Vagar. Achja, meine Papageintaucher werde ich wohl nicht sehen, zumindest nicht auf den Färöern.






























Tag 8 (20.08.2026)
| 🗺️ | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) nach Soltuvik |
| 🛣️ | 116 km ( 126453 – 126569) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig, zum Abend hin sonnig (mit Sonnenuntergang) |
| 🚐 | Soltuvik |
Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern ein Schaffell gekauft haben? Nun haben wir zwei!…Soo, doch sehr exklusive Unikate!!!
Nach einer entspannten Nacht auf dem Parkplatz, ging es heute weiter bis zum nördlichsten Ort der Insel, nach Gasadalur. Reiseführer sind eigentlich eine tolle Sache, aber wenn das Ergebnis dann Reisebusladungen von Touristen sind, ist es nicht mehr unsere Sache. Trotzdem, ein Spaziergang durch Bour bei leichtem Niesel und die Wanderung zum Wasserfall in Gasadalur, der sich 20m tief ins Meer stürzt, mussten wir uns trotzdem anschauen. Ein bisschen Bewegung tut ja auch gut.
Wir sind mit der Insel durch und haben noch Zeit bis morgen 14:30 Uhr zur Bootstour von Vestmanna aus. Kein Problem, dann fahren wir heute noch nach Sandoy und schauen uns diese Insel an. Hier nimmt die Zahl der Touristen merklich ab. So der Reiseführer, und gefühlt ist es auch so.
Aber erst einmal kamen wir ja noch an dem Schaffellladen von gestern vorbei und wir waren auch schon lange vorbei. Dann wurde es auf dem Beifahrerplatz unruhig! „Da war doch noch so ein schönes braunes Fell, meinst du nicht….“ Alles klar, wenden und zurück. So kam das zweite in unseren Camper und wird vermutlich nicht das Letzte gewesen sein.:-)… wir waren ja auch noch nicht in Island:-)
Die Insel Streymoy und Sandoy sind mit einem 11km langen Tunnel verbunden. Anders als im Tunnel zwischen Streymoy und Vagar, sind hier in den Ausweichbuchten Höhlenmalereien dargestellt und auf dem Kanal 88,5 kann man noch Musik hören. Sehr schön!
Eigentlich sollte es dann heute auch noch bis nach Dalur gehen und morgen rückwärts die interessanten Punkte anschauen. Doch dann ging doch tatsächlich eine schmale Straße Richtung Küste ab, mit der Option der Vogelbeobachtung. Könnten auch Papageintaucher dabei sein! Die Straße hatte es in sich, breiter hätten unsere Reifen nicht sein dürfen. Aber der Spott ebenfalls! Ein Platz am Meer Richtung Westen mit einem tollen Sonnenuntergang, was will man mehr. Hier bekommt uns keiner mehr weg. Hoffen wir mal!
Nachtrag: Und was für tolle Steine es hier gibt: soo gleichmässig flache runde, und auch abgeschliffenes Lavagestein. Da entstanden sofort neue Projekt-Ideen für die nächsten Märkte.

























Tag 9 (21.08.2026)
| 🗺️ | Soltuvik nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 169 km 126569 – 126738) |
| 🌡️ | 8°C bis 18°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
es hat uns natürlich keiner in unserer Ruhe gestört und trotzdem haben wir beide unruhig geschlafen. Vielleicht hing es mit dem Rückweg zusammen, der vor uns lag. Das letzte Stück hatten wir etwas tricky in Erinnerung. Aber Erinnerungen trügen und so ging es natürlich entspannt die schmale Straße zurück.
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass wir nicht nur Schaffelle, sondern auch Schafwolle einsammeln. So können 3 km schon mal doppelt so lang werden. Nicht nur von der Zeit, sondern auch von der Strecke. Na, mit der neuen Kupplung können wir ja auch wieder entspannt rückwärts fahren.
Bis 14:30 Uhr, für die Schiffstour, war ja fast noch ein ganzer Tag Zeit und der gestrige Entschluss die Insel Sandoy weiter zu erkunden, wurde umgesetzt. Eine tolle Insel, ganz nach unserem Geschmack. Kleine Fischerorte, weite Strände und Wellenrauschen und zudem noch Sonnenschein. Was will man mehr. Über Sandur ging es nach Skarvanes mit einer Straße, die der nach Soltuvik ähnelte. Am Ende erwartete uns ein fast verlassener Ort. Ideal, um endlich zu frühstücken. Weiter ging es über Husavik nach Dalur. Husavik ist nicht weiter erwähnenswert, aber Dalur und vor allem die Küstenstraße, wenn man nicht den Tunnel nimmt, einfach berauschend. Hätten wir nicht den Termin zur Bootstour in Vestmanna gehabt, wären wir hier spontan auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand geblieben.
Doch auch die Entscheidung zur Bootsfahrt passte. Wir hatten einen super Platz. Es ging in Richtung Atlantik in einige Grotten und Steinformationen, wie zum Beispiel einen Elefanten. Auch den Papageientaucher (Puffin) haben wir nun endlich gesehen. Vielleicht landet einer von ihnen neben unserem Iguazu (Tucan aus SA).
Theres hatte schwer zu tun, bei dem Wellengang gute Bilder einzufangen. Wir sind gespannt, wie die Bilder geworden sind.
Nun wollten wir wieder weg von dem Trubel und haben uns nach einer Stärkung durch eine Fischsuppe (Preis und Leistung gefielen Theres überhaupt nicht) über die einzige Bücke des Atlantiks rüber nach Eysturoy gemacht.
Es wird Zeit, einen Ruhetag einzulegen und dafür ist ein fester Platz gut. Den haben wir tatsächlich in Elduvik gefunden. Wir stehen hier direkt im Ort, direkt an der Küste, auf einem kostenfreien kleinen Campingplatz und hören die Brandung. Hier werden wir den morgigen Tag verbringen. Theres möchte ein bisschen filzen und ich werde die Einträge für unsere Webseite vorbereiten. Phil hat unsere Webseite für weitere Reisen angepasst und das ist echt cool. Großes Dankeschön!
Nachtrag: Theres hat tatsächlich ein paar Papageientaucher mit der Kamera einfangen können. Wie cool ist das denn. Danke meine Süße.




























Tag 10 (22.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 0 km ( 126738) |
| 🌡️ | 11°C bis 16°C | bewölkt und immer mal Niesel |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
irgendwie dachte ich, es gibt heute nicht viel zu berichten. Aber so uninteressant war der Tag dann doch nicht. Zuerst mal wurde ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Mit Rührei, Speck, Zwiebeln und was noch so dazu gehört.
Nutzen wollten wir den Tag heute jeder für sich, doch bevor wir dazu kamen, war es schon fast Mittag. Das Frühstück hat halt zu lange gedauert.
Theres wollte sich heute um die gesammelte Wolle kümmern, auch etwas filzen, und ich wollte die Texte und Bilder für die Webseite fertig machen. Das hat auch ganz gut geklappt. Ich war natürlich früher fertig als Theres und konnte noch einen schönen Mittagsschlaf einlegen.
Dann fehlte mir die Bewegung, ich musste irgendwie noch los. Theres war ja noch gut beschäftigt.
Natürlich kann man auf den Färöern auch wirklich viel und gut wandern. In fast jedem Ort gibt es einen Infopoint mit entsprechenden Informationen. So auch hier. Auch der Schwierigkeitsgrad, Länge und Zeitaufwand stehen mit auf der Karte.
Von hier aus gibt es drei Wanderungen. Eine geht direkt von unserem Platz los und schien nicht lang zu sein, denn alle, die ich beobachtete, waren spätestens nach 20 min zurück. Das hört sich entspannt an. Also los!
Nach 10 min Wanderung wusste ich, warum alle wieder zurück kamen. Eine Informationstafel beschrieb die Strecke mit ca. 3 km und einer geschätzten Zeit von ca. 1 h in eine Richtung.
Die Tour war wirklich nur etwas für Schwindelfreie mit gutem Schuhwerk. Links ging es steil direkt ins Meer und rechts nach oben. Ein bisschen Schlamm, rutschige Steine und ein paar Eisenstangen zum Festhalten, was will man mehr!
Irgendwann musste ich mich dann zwischen Fotografieren oder Schafwolle sammeln entscheiden. Ich entschied mich für das Letztere, denn es gab zu viel und Theres freut sich.
Das Ziel war ein schöner Aussichtspunkt über das Meer, eigentlich hatte man den zu jedem Zeitpunkt. Aber was mich am meisten beeindruckte, war diese Stille, als es vom Meer weg ging. Kein Wind, kein Meeresrauschen, nur in der Ferne ein Wasserfall und das Blöken der Schafe.
Zurück am Camper hatte Theres ein bisschen geräumt, um die Wolle zu verstauen und etwas Platz im Camper zu schaffen. Wir habe beide den Tag genossen. Morgen geht es weiter, die Insel Eysturoy zu erkunden.
Nachtrag: Wir wissen jetzt wieder, warum wir nicht gerne auf Camping- oder Stellplätzen stehen. Man steht wie auf einem Parkplatz eng an eng und schaut sich nicht mal mit dem A… an. Dann steht man lieber gleich alleine.
Nachtrag T.: Heute ist bei uns tatsächlich der erste Tag, an welchem wir einmal nicht unterwegs sind, dass tut gut nach all den vorangegangenen Eindrücken. Ich habe den Großteil des Tages damit verbracht, die Wolle der hiesigen Schafe (gesammelt am Straßenrand und am Rande der Weiden) vom groben Schmutz zu befreien. Dies war sehr entschleunigend, wie man so neudeutsch sagt, und meditativ. Der Blick glitt über das Meer, die Brandung im Ohr…. Ein Traum. Ralf ist auch wirklich sehr geduldig mit mir und der Wolle und unterstützt mich beim Sammeln 🙂 Infolge des rauhen Inselwetters ist die Wolle extrem lanolinhaltig, wodurch meine Hände ganz fettig geworden sind, als ich sie reinigte. Es sieht im Camper inzwischen ein bisschen wie in meiner Werkstatt aus.













Tag 11 (23.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Gjogv, Eidi nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 97 km ( 126738 – 126835) |
| 🌡️ | 12°C bis 16°C | bewölkt, wenig Sonne |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
die dritte Nacht in Elduvik, das war so nun wirklich nicht geplant, aber was soll es. Es ist ja nun wirklich nicht der schlechteste Ort.
Der Platz hatte sich über Nacht noch ganz schön gefüllt. Heute früh, als ich aus dem Fenster schaute, dachte ich, das gibt es doch nicht. Ein kleiner Nissan Micra mit einem Dachzelt. So wie Julian und Celine es haben. Kommen also noch mehr junge Leute auf diese Idee. Das musste natürlich mit einem Foto festgehalten werden.
Der Plan heute sah so aus, die Insel zu durchfahren und weiter zur nächsten Insel Bordoy. Die Insel Eysturoy ist die Insel mit den höchsten Bergen. Also ging es heute natürlich serpentinenmäßig quer über die Insel in die o.g. Orte. Nein, es gibt nichts besonderes darüber zu berichten. Wir würden sie mehr als Touristenorte mit vielen Ferienwohnungen bezeichnen.
Auf einem Kamm Richtung Eidi wunderten wir uns nur über die Menge an Fahrzeugen, die dort standen und die vielen Leuten mit Wanderausrüstung. Irgendwie arbeitete es in mir, denn auf dieser Insel war doch noch eine Wanderung auf den höchsten Berg der Färöer, aber hier??? Das war zu spontan. Also ging es erst einmal weiter nach Eidi und in Richtung Bordoy. Theres begann im Reiseführer zu lesen, weil es uns beiden keine Ruhe ließ. Ja, dort begann die Wanderung auf den 880m hohen Slättaratindur mit 500hm Aufstieg. Wir mussten zurück, besser gesagt, ich musste zurück. Das geht gar nicht, nicht dort oben gewesen zu sein.
Die Strecken auf den Inseln sind kilometermäßig sehr überschaubar. Eine halbe Stunde später stand ich entsprechend gekleidet am Start. Achja, und ja nicht vergessen per QR-Code die 200KR Wandergebühr zu bezahlen. Theres hat es sich derweil im Camper gemütlich gemacht, sie wollte nicht mit.
Oben angekommen, war natürlich keine Sicht. Bei gutem Wetter hätte man eine 360° Gradsicht über die Inseln und das Meer. Auch 10 min. später sah es nicht besser aus, also wieder runter und nur über den Spaß der Tour freuen und sagen können, ja ich war da oben.
Heute ist Sonntag, die Webereien und die Brauerei, die wir uns noch anschauen
möchten haben heute sicherlich geschlossen. Warum also nicht noch einmal nach Elduvik zurück, dort übernachten und morgen dann weiter.
Wir haben noch 2,5 Tage, das sollte für den Rest der Färöer gut reichen. So stehen wir wieder hier, der Wind pfeift von Land um den Camper und wir genießen den späten Nachmittag und Abend.
Nachtrag: Ein gewaltiger Schreck ereilte Theres heute: Rohwolle mitbringen nach Island strengstens verboten :-(( Wir sind noch am Grübeln….






















Woche 7 21.09.2026-27.09.2026
Woche 7 21.09.2026-27.09.2026
Tag 5 (17.08.2026)
| 🗺️ | Torshavn (Tankstelle) nach Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
| 🛣️ | 33 km ( 126256 – 126289) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C | bewölkt und nieselig |
| 🚐 | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) |
Eine angenehme ruhige Nacht liegt hinter uns. Es war zwar ab und zu noch Verkehr auf der Straße, aber zwischendurch eine Ruhe, unglaublich.
Auf ein ausgiebiges Frühstück haben wir auf Grund des gestrigen Abendessens entfallen lassen. Die Tagesplanung war für uns auch klar. Gas (kommt mir irgendwie bekannt vor), ein Sim-Karte für die Färöer und dann natürlich Stadtbesichtigung.
Gasflaschen gibt es an der Tankstelle, hatten wir gelesen, an welcher, stand da nicht. Doch wir waren erfolgreich bei unserer Suche, allerdings sahen meine gekauften Adapter nicht so aus, als würden sie mit der Gasflasche eine Verbindung aufnehmen wollen. Aber auch dieses Problem war durch die Hilfe des Gasflaschenlieferanten schnell gelöst. Wir sind jetzt gut versorgt.
Thema Mobilfunk konnten wir im nahegelegenen Krankenhaus klären. Nein, uns geht es gut, aber wir mussten aufs Klo und da dort für unseren Camper ein toller Parkplatz war, nutzten wir die Gelegenheit. Das Krankenhaus bot ein freies WLAN an und nun hat Theres parallel zu ihrer SIM-Karte eine eSIM.
Die Stadtbesichtigung konnte beginnen. Es ging entlang des Hafens mit Werft über Tinganes (Parlamentsgebäude) in die Altstadt von Torshavn. Dann weiter in die Einkaufsmeile und über den Hafen zurück. Es reichte! Obwohl wir am Krankenhaus einen tollen Blick über das Meer hatten, war es noch ein bisschen zu früh, um dort stehen zu bleiben. Also noch nach Hoyiksgardur in das Freiluftmuseum über das historische Leben der Färöer.
Wenn wir schon dort sind, dann können wir auch noch nach Nordradalur und uns die Haarnadelkurven anschauen, die 300m bergab in den abgelegenen Ort führen. Logisch, dass wir die auch fahren mussten, nein, dass RALF die fahren musste! Als wir wieder oben waren, konnten wir riechen, dass die Bremsen echt was zu tun hatten. Mir hat es Spaß gemacht und Theres für die Fotos auch.
Es wurde Zeit für ein Plätzchen. Wir stehen oberhalb der Kurven, nicht unbedingt versteckt aber schauen wir mal. Eine Kamera ist auch in der Nähe.






























Tag 6 (1808.2026)
| 🗺️ | Nordradalur (Anfang der S-Kurven) nach Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
| 🛣️ | 93 km ( 126289 – 126382) |
| 🌡️ | 8°C bis 11°C bewölkt und nieslig |
| 🚐 | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) |
An das Wetter müssen wir uns wohl erst einmal gewöhnen. Es ist etwas anderes, zu lesen wie das Wetter auf den Färöern ist, als wenn man es dann täglich spürt. Naja, wir sind ja erst zwei Tage auf der Insel.
Trotz Kamera wurden wir nicht belästigt und hatten eine herrlich ruhige Nacht. Unruhig wurde es erst, als die ersten Touristen für ein Foto kamen. Heute ging es nach Tjornuvik an den Surfer-Strand, über den Fossa-Wasserfall (Empfehlung ist, den Wasserfall von der Insel Eysturoy zu fotografieren, ein viel schöneres Bild) und nach Saksun ins Freilichtmuseum Duvugardar. Dort gibt es auch eine Wanderung an den Atlantik-Strand, der allerdings nur bei Ebbe erreichbar ist. Wir hatten Glück, es war Ebbe. Toller weicher dunkler Sand.
Landschaftlich ist es hier definitiv etwas besonders, ein saftiges Grün der Wiesen, weiche Bergrücken. Das Wasser läuft überall der Berg hinunter, wunderschön.
Kleine einfache Häuser, gemütlich eingerichtet. Bei uns würden sie durch jedes GEG-Gesetz fallen. Es geht also auch anders. Und trotzdem fehlt uns etwas, wir können es aber noch nicht bestimmen.
Eigentlich wollten wir noch bis Vestmanna, aber an der ehemaligen Walfangstation hat es uns auch gut gefallen. Also sind wir hier stehen geblieben, haben uns die Gebäude und Geräte angeschaut und waren beeindruckt.
Wir sind jetzt schon zwei Tage unterwegs und fragen uns, wie andere innerhalb von drei Tagen die Inseln bereist haben können. Wir fragen uns, ob wir das in den 10 Tagen schaffen.
Noch etwas fällt uns auf. Wir fühlen uns ein bisschen an die Lofoten erinnert: Touristen ohne Ende und zu wenig Parkplätze.








































Tag 7 (19.08.2026)
| 🗺️ | Viđ Air (ehemalige Walfangstation) nach Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
| 🛣️ | 71 km ( 126382 – 126453) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) |
Freistehen außerhalb von Campingplätzen ist auf den Färöern unter Strafe verboten. Aber anscheinend gilt hier das Prinzip leben und leben lassen. Wir haben uns alle 3 Plätze angeschaut, an denen wir in den letzten Tagen vorbei gekommen sind. Dauercamper ohne Ende und in der Regel an der Hauptstraße und für die Durchreisenden dann die restlichen Plätze. Wir konnten uns bisher noch nicht dafür entscheiden. So auch in der letzten Nacht an der ehemaligen Walstation. Gestern Abend standen wir alleine dort. Heute früh waren wir fast eingeparkt, aber es hat keinen gestört. Eingeparkt aber nur deshalb, weil wir uns längst und nicht quer zum Platz, wie alle anderen gestellt hatten. Das werden wir beim nächsten mal beachten.
Also, wieder eine ruhige Nacht, obwohl die Straße oberhalb etwas zu hören war.
Bevor es heute rüber auf die Insel Vagar ging, noch ein kurzer Abstecher nach Kvivik, dort gab es einen Wolleladen, der Theres magisch anzog und mit seinen Preisen gleichzeitig wieder abstieß. Wir sind hier halt in einem touristischen Gebiet.
Die beiden Inseln sind mit einem 5km langen Tunnel verbunden. An der tiefsten Stelle leuchtete der Tunnel in unterschiedlichsten Farben.
Heute ging es nach Vestmanna zum Hexen- oder Trollfrauenfinger. Auf der Tour dorthin kamen wir an einem tollen Strand vorbei. Es zuckte uns in den Gliedern, war uns aber dann doch zu kalt. Nach der kurzen Wanderung zum Trollfrauenfinger und der Besichtung der prächtigsten Kirche der Färöer, konnten wir nicht anders. Die Sonne kam immer wieder vor und das Wasser spiegelte sich so herrlich, wir mussten einfach rein. Es wurde ein kurzes Bad, aber es war gut.
In Vestmanna haben wir für Freitag noch eine Bootstour zu den Vogelklippen gebucht. Wir sind gespannt.
Weiter ging es nach Midvagur. Eigentlich wollten wir nur schauen, wie lange die Wanderung zum Bosdalafossur Wasserfall ist, um das für morgen einzuplanen. Aber das Wetter passte zu gut: Sonne, kein Wind, kein Regen. Hinzu kam noch, dass wir nach der Wanderung auch die Nacht hier verbringen können. Wie cool ist das denn, entspannt Wandern ohne sich Gedanken über die Weiterfahrt machen zu müssen.
Es wurde eine tolle dreistündige Wanderung mit viel Sonne, wunderschönen Blicken und Bildern. Was will man mehr. Wir stehen mit Blick auf den Hexenfinger, da hätte man sich ja glatt die Wanderung sparen können.
Morgen geht es dann weiter Richtung Gasadalur, dem nördlichsten Ort von Vagar. Achja, meine Papageintaucher werde ich wohl nicht sehen, zumindest nicht auf den Färöern.






























Tag 8 (20.08.2026)
| 🗺️ | Midvagur (Wanderparkplatz zum Wasserfall Bosdalafossur) nach Soltuvik |
| 🛣️ | 116 km ( 126453 – 126569) |
| 🌡️ | 8°C bis 15°C | heiter bis wolkig, zum Abend hin sonnig (mit Sonnenuntergang) |
| 🚐 | Soltuvik |
Hatte ich schon erwähnt, dass wir gestern ein Schaffell gekauft haben? Nun haben wir zwei!…Soo, doch sehr exklusive Unikate!!!
Nach einer entspannten Nacht auf dem Parkplatz, ging es heute weiter bis zum nördlichsten Ort der Insel, nach Gasadalur. Reiseführer sind eigentlich eine tolle Sache, aber wenn das Ergebnis dann Reisebusladungen von Touristen sind, ist es nicht mehr unsere Sache. Trotzdem, ein Spaziergang durch Bour bei leichtem Niesel und die Wanderung zum Wasserfall in Gasadalur, der sich 20m tief ins Meer stürzt, mussten wir uns trotzdem anschauen. Ein bisschen Bewegung tut ja auch gut.
Wir sind mit der Insel durch und haben noch Zeit bis morgen 14:30 Uhr zur Bootstour von Vestmanna aus. Kein Problem, dann fahren wir heute noch nach Sandoy und schauen uns diese Insel an. Hier nimmt die Zahl der Touristen merklich ab. So der Reiseführer, und gefühlt ist es auch so.
Aber erst einmal kamen wir ja noch an dem Schaffellladen von gestern vorbei und wir waren auch schon lange vorbei. Dann wurde es auf dem Beifahrerplatz unruhig! „Da war doch noch so ein schönes braunes Fell, meinst du nicht….“ Alles klar, wenden und zurück. So kam das zweite in unseren Camper und wird vermutlich nicht das Letzte gewesen sein.:-)… wir waren ja auch noch nicht in Island:-)
Die Insel Streymoy und Sandoy sind mit einem 11km langen Tunnel verbunden. Anders als im Tunnel zwischen Streymoy und Vagar, sind hier in den Ausweichbuchten Höhlenmalereien dargestellt und auf dem Kanal 88,5 kann man noch Musik hören. Sehr schön!
Eigentlich sollte es dann heute auch noch bis nach Dalur gehen und morgen rückwärts die interessanten Punkte anschauen. Doch dann ging doch tatsächlich eine schmale Straße Richtung Küste ab, mit der Option der Vogelbeobachtung. Könnten auch Papageintaucher dabei sein! Die Straße hatte es in sich, breiter hätten unsere Reifen nicht sein dürfen. Aber der Spott ebenfalls! Ein Platz am Meer Richtung Westen mit einem tollen Sonnenuntergang, was will man mehr. Hier bekommt uns keiner mehr weg. Hoffen wir mal!
Nachtrag: Und was für tolle Steine es hier gibt: soo gleichmässig flache runde, und auch abgeschliffenes Lavagestein. Da entstanden sofort neue Projekt-Ideen für die nächsten Märkte.

























Tag 9 (21.08.2026)
| 🗺️ | Soltuvik nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 169 km 126569 – 126738) |
| 🌡️ | 8°C bis 18°C | heiter bis wolkig |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
es hat uns natürlich keiner in unserer Ruhe gestört und trotzdem haben wir beide unruhig geschlafen. Vielleicht hing es mit dem Rückweg zusammen, der vor uns lag. Das letzte Stück hatten wir etwas tricky in Erinnerung. Aber Erinnerungen trügen und so ging es natürlich entspannt die schmale Straße zurück.
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass wir nicht nur Schaffelle, sondern auch Schafwolle einsammeln. So können 3 km schon mal doppelt so lang werden. Nicht nur von der Zeit, sondern auch von der Strecke. Na, mit der neuen Kupplung können wir ja auch wieder entspannt rückwärts fahren.
Bis 14:30 Uhr, für die Schiffstour, war ja fast noch ein ganzer Tag Zeit und der gestrige Entschluss die Insel Sandoy weiter zu erkunden, wurde umgesetzt. Eine tolle Insel, ganz nach unserem Geschmack. Kleine Fischerorte, weite Strände und Wellenrauschen und zudem noch Sonnenschein. Was will man mehr. Über Sandur ging es nach Skarvanes mit einer Straße, die der nach Soltuvik ähnelte. Am Ende erwartete uns ein fast verlassener Ort. Ideal, um endlich zu frühstücken. Weiter ging es über Husavik nach Dalur. Husavik ist nicht weiter erwähnenswert, aber Dalur und vor allem die Küstenstraße, wenn man nicht den Tunnel nimmt, einfach berauschend. Hätten wir nicht den Termin zur Bootstour in Vestmanna gehabt, wären wir hier spontan auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand geblieben.
Doch auch die Entscheidung zur Bootsfahrt passte. Wir hatten einen super Platz. Es ging in Richtung Atlantik in einige Grotten und Steinformationen, wie zum Beispiel einen Elefanten. Auch den Papageientaucher (Puffin) haben wir nun endlich gesehen. Vielleicht landet einer von ihnen neben unserem Iguazu (Tucan aus SA).
Theres hatte schwer zu tun, bei dem Wellengang gute Bilder einzufangen. Wir sind gespannt, wie die Bilder geworden sind.
Nun wollten wir wieder weg von dem Trubel und haben uns nach einer Stärkung durch eine Fischsuppe (Preis und Leistung gefielen Theres überhaupt nicht) über die einzige Bücke des Atlantiks rüber nach Eysturoy gemacht.
Es wird Zeit, einen Ruhetag einzulegen und dafür ist ein fester Platz gut. Den haben wir tatsächlich in Elduvik gefunden. Wir stehen hier direkt im Ort, direkt an der Küste, auf einem kostenfreien kleinen Campingplatz und hören die Brandung. Hier werden wir den morgigen Tag verbringen. Theres möchte ein bisschen filzen und ich werde die Einträge für unsere Webseite vorbereiten. Phil hat unsere Webseite für weitere Reisen angepasst und das ist echt cool. Großes Dankeschön!
Nachtrag: Theres hat tatsächlich ein paar Papageientaucher mit der Kamera einfangen können. Wie cool ist das denn. Danke meine Süße.




























Tag 10 (22.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 0 km ( 126738) |
| 🌡️ | 11°C bis 16°C | bewölkt und immer mal Niesel |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
irgendwie dachte ich, es gibt heute nicht viel zu berichten. Aber so uninteressant war der Tag dann doch nicht. Zuerst mal wurde ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Mit Rührei, Speck, Zwiebeln und was noch so dazu gehört.
Nutzen wollten wir den Tag heute jeder für sich, doch bevor wir dazu kamen, war es schon fast Mittag. Das Frühstück hat halt zu lange gedauert.
Theres wollte sich heute um die gesammelte Wolle kümmern, auch etwas filzen, und ich wollte die Texte und Bilder für die Webseite fertig machen. Das hat auch ganz gut geklappt. Ich war natürlich früher fertig als Theres und konnte noch einen schönen Mittagsschlaf einlegen.
Dann fehlte mir die Bewegung, ich musste irgendwie noch los. Theres war ja noch gut beschäftigt.
Natürlich kann man auf den Färöern auch wirklich viel und gut wandern. In fast jedem Ort gibt es einen Infopoint mit entsprechenden Informationen. So auch hier. Auch der Schwierigkeitsgrad, Länge und Zeitaufwand stehen mit auf der Karte.
Von hier aus gibt es drei Wanderungen. Eine geht direkt von unserem Platz los und schien nicht lang zu sein, denn alle, die ich beobachtete, waren spätestens nach 20 min zurück. Das hört sich entspannt an. Also los!
Nach 10 min Wanderung wusste ich, warum alle wieder zurück kamen. Eine Informationstafel beschrieb die Strecke mit ca. 3 km und einer geschätzten Zeit von ca. 1 h in eine Richtung.
Die Tour war wirklich nur etwas für Schwindelfreie mit gutem Schuhwerk. Links ging es steil direkt ins Meer und rechts nach oben. Ein bisschen Schlamm, rutschige Steine und ein paar Eisenstangen zum Festhalten, was will man mehr!
Irgendwann musste ich mich dann zwischen Fotografieren oder Schafwolle sammeln entscheiden. Ich entschied mich für das Letztere, denn es gab zu viel und Theres freut sich.
Das Ziel war ein schöner Aussichtspunkt über das Meer, eigentlich hatte man den zu jedem Zeitpunkt. Aber was mich am meisten beeindruckte, war diese Stille, als es vom Meer weg ging. Kein Wind, kein Meeresrauschen, nur in der Ferne ein Wasserfall und das Blöken der Schafe.
Zurück am Camper hatte Theres ein bisschen geräumt, um die Wolle zu verstauen und etwas Platz im Camper zu schaffen. Wir habe beide den Tag genossen. Morgen geht es weiter, die Insel Eysturoy zu erkunden.
Nachtrag: Wir wissen jetzt wieder, warum wir nicht gerne auf Camping- oder Stellplätzen stehen. Man steht wie auf einem Parkplatz eng an eng und schaut sich nicht mal mit dem A… an. Dann steht man lieber gleich alleine.
Nachtrag T.: Heute ist bei uns tatsächlich der erste Tag, an welchem wir einmal nicht unterwegs sind, dass tut gut nach all den vorangegangenen Eindrücken. Ich habe den Großteil des Tages damit verbracht, die Wolle der hiesigen Schafe (gesammelt am Straßenrand und am Rande der Weiden) vom groben Schmutz zu befreien. Dies war sehr entschleunigend, wie man so neudeutsch sagt, und meditativ. Der Blick glitt über das Meer, die Brandung im Ohr…. Ein Traum. Ralf ist auch wirklich sehr geduldig mit mir und der Wolle und unterstützt mich beim Sammeln 🙂 Infolge des rauhen Inselwetters ist die Wolle extrem lanolinhaltig, wodurch meine Hände ganz fettig geworden sind, als ich sie reinigte. Es sieht im Camper inzwischen ein bisschen wie in meiner Werkstatt aus.













Tag 11 (23.08.2026)
| 🗺️ | Elduvik (Campingplatz) über Gjogv, Eidi nach Elduvik (Campingplatz) |
| 🛣️ | 97 km ( 126738 – 126835) |
| 🌡️ | 12°C bis 16°C | bewölkt, wenig Sonne |
| 🚐 | Elduvik (Campingplatz) |
die dritte Nacht in Elduvik, das war so nun wirklich nicht geplant, aber was soll es. Es ist ja nun wirklich nicht der schlechteste Ort.
Der Platz hatte sich über Nacht noch ganz schön gefüllt. Heute früh, als ich aus dem Fenster schaute, dachte ich, das gibt es doch nicht. Ein kleiner Nissan Micra mit einem Dachzelt. So wie Julian und Celine es haben. Kommen also noch mehr junge Leute auf diese Idee. Das musste natürlich mit einem Foto festgehalten werden.
Der Plan heute sah so aus, die Insel zu durchfahren und weiter zur nächsten Insel Bordoy. Die Insel Eysturoy ist die Insel mit den höchsten Bergen. Also ging es heute natürlich serpentinenmäßig quer über die Insel in die o.g. Orte. Nein, es gibt nichts besonderes darüber zu berichten. Wir würden sie mehr als Touristenorte mit vielen Ferienwohnungen bezeichnen.
Auf einem Kamm Richtung Eidi wunderten wir uns nur über die Menge an Fahrzeugen, die dort standen und die vielen Leuten mit Wanderausrüstung. Irgendwie arbeitete es in mir, denn auf dieser Insel war doch noch eine Wanderung auf den höchsten Berg der Färöer, aber hier??? Das war zu spontan. Also ging es erst einmal weiter nach Eidi und in Richtung Bordoy. Theres begann im Reiseführer zu lesen, weil es uns beiden keine Ruhe ließ. Ja, dort begann die Wanderung auf den 880m hohen Slättaratindur mit 500hm Aufstieg. Wir mussten zurück, besser gesagt, ich musste zurück. Das geht gar nicht, nicht dort oben gewesen zu sein.
Die Strecken auf den Inseln sind kilometermäßig sehr überschaubar. Eine halbe Stunde später stand ich entsprechend gekleidet am Start. Achja, und ja nicht vergessen per QR-Code die 200KR Wandergebühr zu bezahlen. Theres hat es sich derweil im Camper gemütlich gemacht, sie wollte nicht mit.
Oben angekommen, war natürlich keine Sicht. Bei gutem Wetter hätte man eine 360° Gradsicht über die Inseln und das Meer. Auch 10 min. später sah es nicht besser aus, also wieder runter und nur über den Spaß der Tour freuen und sagen können, ja ich war da oben.
Heute ist Sonntag, die Webereien und die Brauerei, die wir uns noch anschauen
möchten haben heute sicherlich geschlossen. Warum also nicht noch einmal nach Elduvik zurück, dort übernachten und morgen dann weiter.
Wir haben noch 2,5 Tage, das sollte für den Rest der Färöer gut reichen. So stehen wir wieder hier, der Wind pfeift von Land um den Camper und wir genießen den späten Nachmittag und Abend.
Nachtrag: Ein gewaltiger Schreck ereilte Theres heute: Rohwolle mitbringen nach Island strengstens verboten :-(( Wir sind noch am Grübeln….






















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